So schützen Sie Ihre kritischen Daten vor der Bedrohung durch Ransomware
Bewährte Verfahren für Datensicherung und Wiederherstellung.
Ransomware kommt vor. Seien Sie vorbereitet.
Glauben Sie, ein Ransomware-Angriff könne nur anderen passieren?

Ransomware-Angriffe nehmen zu und richten sich gegen Unternehmen jeder Größe und Branche.
Angesichts des heutigen Wertes von Daten für Unternehmen und der alarmierenden Zunahme von Cyberangriffen ist die Sicherung und der Schutz kritischer Datenbestände eine der wichtigsten Aufgaben im Unternehmen.
Um Sie bei der Erfüllung dieser wesentlichen Aufgabe zu unterstützen, haben wir einige bewährte Vorgehensweisen zusammengestellt, mit denen Sie Ihre Daten absichern und das Risiko durch Ransomware sowie andere Sicherheitsverletzungen verringern können.
Befolgen Sie die 3-2-1-Regel
Die Erstellung einer robusten Strategie für Backups, Kopien und Archivierung ist ein wesentlicher erster Schritt zum Schutz Ihrer kritischsten Daten und Systeme.
Ein traditioneller Ansatz ist die 3-2-1-Regel:
- 3 Kopien der Daten
- auf mindestens zwei getrennten Speicherlösungen
- wobei sich ein Medium an einem externen/alternativen Standort oder in der Cloud befinden muss
Dies ist zwar nach wie vor ein guter Ansatz, doch ist es von entscheidender Bedeutung, die Arten der Sicherungsziele, die Sie
bei diesem Ansatz verwenden, sorgfältig auszuwählen.
Setzen Sie WORM ein
WORM
Eine der nützlichsten Methoden zum Schutz von Sicherungsdaten ist die Umsetzung einer Kopier- oder Archivierungsstrategie, die eine WORM-Funktion (Write Once, Read Many) beinhaltet. Nahezu jede cloudbasierte oder vor Ort betriebene Objektspeicherlösung bietet diese Funktion an.
BLOB
WORM ist darauf ausgelegt, Datenunveränderlichkeit zu gewährleisten, was bedeutet, dass die Daten nicht verändert werden können. Die Technologie setzt eine Aufbewahrungsrichtlinie um, die verhindert, dass Daten für einen von Ihnen festgelegten Zeitraum überschrieben oder gelöscht werden. Ein Objektspeicher-Bucket oder ein Azure BLOB (Binary Large Object)-Container sind hervorragende Optionen für Kopien oder Archivierungs-Backups.
DARE
Achten Sie bei der Auswahl eines Cloud-Speicheranbieters auf Sicherheitsmaßnahmen wie DARE (Data-At-Rest-Encryption), sichere Übertragungstechnologien (VPNs und HTTPS/TLS) sowie die AES-256-Verschlüsselung für Daten, die für Cloud-Ziele bestimmt sind.
Berücksichtigen Sie Ihre lokalen Systeme
Es kann Situationen geben, in denen lokale NAS-Speicher (Block-Speicher) für erste Backups vor der Kopie und Archivierung genutzt werden. Diese erfordern besondere Beachtung.
NAS-Geräte nutzen in der Regel Standards wie NFS (Network File System) oder SMB (Server Message Block). Ohne zusätzliche Erweiterungen Ihres Backup-Systems und/oder Ihrer Netzwerksicherheitsmaßnahmen können diese Standards anfällig für Angriffe sein.
Eine bewährte Vorgehensweise besteht darin, sicherzustellen, dass primäre Speicherziele ausschließlich für Backups vorgesehen sind und nicht von anderen Systemen genutzt oder eingebunden werden. Suchen Sie darüber hinaus nach einer Backup- und Wiederherstellungslösung, die Erkennungs-, Benachrichtigungs- und Präventionsfunktionen bietet, um Ihre ersten NAS-Backups zu schützen.
Erstellen Sie intelligente Richtlinien
Eine weitere bewährte Vorgehensweise ist der Einsatz eines richtliniengesteuerten Ansatzes zum Schutz kritischer VMs, Daten und Anwendungen.
Dies erfordert sorgfältige Überlegungen zur Festlegung geeigneter Richtlinienoptionen in Bezug auf Snapshots, Backups/Kopien/Archive, Datenaufbewahrung und RPO (Recovery Point Objective)/RTO (Recovery Time Objective). Stellen Sie sicher, dass Ihre Sicherungs- und Wiederherstellungslösung die Möglichkeit bietet, Richtlinien einfach festzulegen und durchzusetzen, um zu gewährleisten, dass Ihre Anwendungen und Daten mit dem richtigen Maß an Konsistenz geschützt sind.
Sicherungs- und Wiederherstellungsrichtlinien sind keine einmalige Angelegenheit. Da sich die Gegebenheiten ändern, sollten Sie die Richtlinien regelmäßig überprüfen, um sicherzustellen, dass sie weiterhin den Anforderungen Ihres Unternehmens – und den sich wandelnden Cyberbedrohungen – gerecht werden.
Sicherer Netzwerkzugang
- Berücksichtigen Sie je nach dem von Ihnen gewählten Ziel Folgendes:
Wenn Sie ein NFS-Ziel für primäre Backups verwenden, beachten Sie bitte, dass für die Appliance möglicherweise eine Whitelist-Einstellung erforderlich ist, um den Datenverkehr von Ihrer Backup-Lösung zum Netzwerkspeicher zuzulassen. - Wenn Sie sich für ein SMB-Ziel entscheiden, müssen Sie ein Konto mit Zugriff auf eine von Ihnen erstellte Freigabe konfigurieren. Es ist außerdem wichtig, jeglichen unbefugten Netzwerkzugriff auf Ihre Backup-Datenfreigabe zu unterbinden (oder nicht fälschlicherweise zuzulassen) – und diese nicht mit anderen Rechnern in Ihrer Umgebung zu verbinden.
- Für Cloud-Objektspeicherziele müssen Sie Konten und/oder Geheim- bzw. Zugriffsschlüssel konfigurieren, um Zugriff zu gewähren. Entscheiden Sie anschließend, ob Sie eine verschlüsselte, isolierte Hochgeschwindigkeitsverbindung (konfiguriert mit Peering-Verbindungspunkten und entsprechenden Routen), eine Site-to-Site-VPN-Verbindung benötigen oder ob Sie einfach über das öffentliche Internet mit HTTPS/TLS arbeiten können.
- Zu den weiteren sinnvollen Maßnahmen gehören das Unterbinden des Internetzugangs für Server, die sorgfältige Pflege der Administrationsarbeitsplätze sowie die Auswahl von Speicherzielen, die Anti-Ransomware-Funktionen bieten. Für zusätzlichen Schutz sollten Sie nach einer Backup- und Wiederherstellungslösung suchen, die die Verwendung eines vom Kunden oder Anbieter generierten PKI-Zertifikats (Public Key Infrastructure) ermöglicht.
- Wenn Sie ein iSCSI-Ziel auswählen, sollten Sie in Erwägung ziehen, CHAP (Challenge-Handshake
Authentication Protocol) auf dem Ziel und in Ihrer Backup-Lösung zu aktivieren bzw. zu konfigurieren
Warten Sie nicht, bis es zu spät ist.
Weiterführende Literatur:
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