Sichern Sie Ihre SaaS-Lösung: Bewährte Verfahren für Ausfallsicherheit und Transparenz
In der heutigen, zunehmend komplexen und cloudgesteuerten Welt stehen Unternehmen vor einem schwierigen Spagat: Sie müssen Kosten senken und operative Exzellenz gewährleisten, während sie sich gleichzeitig gegen anhaltende Cyberbedrohungen schützen müssen. Ein kürzlich von HYCU und Okta veranstaltetes Webinar befasste sich eingehend mit Strategien zur SaaS-Ausfallsicherheit, wobei der Schwerpunkt auf der Erlangung vollständiger Transparenz und Schutzmaßnahmen in cloudbasierten Umgebungen lag.
Die Ausweitung der Angriffsfläche
Wie Mark Nijmeijer von HYCU hervorhob, nutzt ein mittelständisches Unternehmen heute durchschnittlich rund 200 SaaS-Dienste. Während die Einführung der Cloud und die Verbreitung von SaaS geschäftliche Agilität ermöglichen, haben sie gleichzeitig die potenzielle Angriffsfläche drastisch vergrößert. Nur etwa die Hälfte der SaaS-Dienste wird zentral von der IT-Abteilung verwaltet, was bedeutet, dass viele Anwendungen, die sensible Daten enthalten, unter dem Radar bleiben. Mangelnde Transparenz ist das Kernproblem – man kann nicht schützen, was man nicht kennt.
Identität als entscheidende Sicherheitsebene
In einer IT-Landschaft, die sich weit über das traditionelle, perimeterbasierte Modell hinaus entwickelt hat, ist die Identität zur wesentlichen Sicherheitsebene geworden. Aakash Chandhoke von Okta erläuterte, wie die Identitätsplattform seines Unternehmens Zugriffsmanagement, Identitäts-Governance und das Management privilegierter Zugriffe integriert, um jeden Nutzer, jedes Gerät und jede Ressource zu schützen. Als „Haustür“ zum Rechenzentrum, das sich mittlerweile über mehrere Clouds erstreckt, ist die Identität heute eine geschäftskritische Infrastruktur. Jegliche identitätsbezogenen Störungen oder Sicherheitsverletzungen können die Produktivität und den Umsatz zum Erliegen bringen.
Die Sicherheit der „Haustür“ muss in Kombination mit anderen Sicherheitsmaßnahmen verwaltet werden, darunter physische Sicherheit, Netzwerksicherheit sowie Schulung und Sensibilisierung der Mitarbeiter
Architektur für Vertrauen und Ausfallsicherheit
Um monatlich Milliarden von Authentifizierungen zuverlässig zu bewältigen, hat Okta seine Plattform mit einer „Always-On“-Architektur entwickelt, die von Grund auf sicher konzipiert und auf Skalierbarkeit ausgelegt ist. Der „Active-Active-Active“-Ansatz nutzt mehrere Verfügbarkeitszonen innerhalb jeder Region, um Fehlertoleranz zu gewährleisten. Für Katastrophenszenarien bietet Okta eine Standard-Wiederherstellung (1 Stunde RPO/RTO) sowie eine erweiterte Notfallwiederherstellung mit einem schnelleren Failover innerhalb von 5 Minuten.
Verantwortlichkeiten des Kunden bei SaaS und Cloud
Dennoch liegen im Rahmen des Modells der geteilten Verantwortung einige Pflichten beim Kunden. Cloud- und SaaS-Anbieter wie AWS, Atlassian und Okta können versehentlich oder böswillig gelöschte Objekte wie Benutzer oder Richtlinien in den einzelnen Kunden-Tenants nicht wiederherstellen. Hier kommen Backup-Lösungen von Drittanbietern ins Spiel. Bevor Kunden jedoch mit dem Schutz ihrer SaaS- und Cloud-Anwendungen beginnen, müssen sie verstehen, wie viele SaaS-Anwendungen in ihrem gesamten Unternehmen genutzt werden – auch außerhalb der IT-Abteilung.
Okta Discovery zum Leben erwecken – Visualisieren Sie Ihre Datenlandschaft
Das R-Graph-Tool von HYCU baut auf Daten aus dem Okta Integration Network auf und liefert eine visuelle Übersicht über die SaaS-Landschaft eines Unternehmens, wobei ungeschützte Anwendungen hervorgehoben werden. Dies ermöglicht die schnelle Identifizierung von Lücken und erweckt Okta Discovery zum Leben.
R-Graph bietet Unternehmen:
- Eine visuelle Bestandsaufnahme ihrer Datenlandschaft
- Eine Kategorisierung ihrer Cloud- und As-a-Service-Anwendungen nach Abteilungen
- Transparenz hinsichtlich SaaS-Anwendungen, die ohne Backup-Funktionen anfällig für Datenverluste und Betriebsstörungen sind
- Kontinuierliche Überwachung des Compliance- und Schutzstatus
Die mehrschichtige Architektur der R-Cloud-Lösung von HYCU ermöglicht einen automatisierten, richtlinienbasierten Schutz von Okta selbst sowie der erkannten Cloud-Dienste.
Visualisierung der R-Graph-Lösung
Wichtige Erkenntnisse und Best Practices für SaaS-Backups
Sobald Sie Ihre SaaS-Datenbestände erfasst haben, ist es an der Zeit, kritische Anwendungen zu schützen. Beachten Sie bei der Konfiguration von Cloud-Backups die folgenden Best Practices:
- Passen Sie die Backup-Richtlinien (Festlegung von RPO und RTO) an die vom Unternehmen vorgegebenen SLAs für die verwendeten Anwendungen an
- Aktivierung der Verschlüsselung ruhender Daten sowie von WORM-Richtlinien (Write Once, Read Many), um Backups vor Lösch- oder Verschlüsselungsversuchen zu schützen.
- Nutzung Ihres eigenen Speichers zur Gewährleistung von Datenhoheit und -kontrolle
- Einsatz identitätsbasierter Zugriffskontrollen zur Einschränkung von Berechtigungen und zur Verringerung des Umfangs
Wie im Verlauf der gesamten Sitzung betont wurde, stützt sich ein robuster SaaS-Datenschutz auf mehrere wichtige Säulen:
- Maximierung der Erfassung und Transparenz
- Einführung strenger identitätsbasierter Zugriffskontrollen
- Entwicklung eines mehrschichtigen Sicherheitsansatzes
- Gewährleistung der Datenresilienz durch gesicherte, unveränderliche Backups
- Sicherheit durch erprobte und zuverlässige Wiederherstellung
Während sich Cyberrisiken ständig weiterentwickeln, sind Unternehmen, die diesen Best Practices Priorität einräumen, gut aufgestellt, um Datenverluste zu minimieren, Vorschriften einzuhalten und schnell auf Krisen zu reagieren. Der Einsatz bewährter Plattformen wie Okta und HYCU ist ein wichtiger Schritt zum Aufbau einer widerstandsfähigen, stets verfügbaren SaaS-Umgebung.
Denken Sie daran: In der komplexen IT-Infrastruktur von heute geht es nicht mehr um die Frage, OB Sie Opfer eines Cyberangriffs werden, sondern WANN.
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